Puk - Barockpinto-Stute *2006

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Mit Puk starteten wir am 30.09.2020 mit dem Körpertraining.

Ihre Besitzerin Christina beschrieb sie damals so:

"Puk 14 Jahre, seit 5 Jahren in meinem Besitz
- anfangs vor allem Angst, Hufe sahen schrecklich aus, konnte        kaum die Hufe geben, war eingeritten
- viel Bodenarbeit und Longe anfangs
- beim Reiten rollte sie sich direkt auf -
- das erste Jahr war sie alleine zwischen Kühen, weil sie direkt         Druse mitgebracht hat
- der Kamm war bombenhart und sie war immer angespannt
- seit 1,5 Jahren Reitunterricht wo viel auf Gelassenheit und           Biegung geguckt wurde
- wenig Kraft in der Hinterhand, „strauchelt“ immer mit den             Hinterbeinen
- letztes Jahr im Sommer ein Magengeschwür diagnostiziert
- empfindlich an der Gurtlage
- Hufe werden schnell breit
- Brust steht vorne heraus
- kann erst richtig entspannen, wenn sie sich fallen lässt mit dem    Kopf
- kaut selten ab 
- wird freizeitmäßig geritten, viel im Gelände 
- hat sich von Anfang an beim Reiten eingerollt. Im Schritt kann     sie gut entspannt laufen. 

Ziele: Rücken stärken und sie entspannt ordentlich arbeiten können ohne ihren Mähnenkamm wieder fest zu bekommen."
 

Im Folgenden möchte ich euch hier die Entwicklung von Puk zeigen:

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Hier ist zu erkennen, dass Puk mit der Zeit immer weniger Rückständig steht. Sie hat mehr Muskulatur entwickelt und eine bessere Oberlinie entwickelt. Ihr Brustbein steht noch deutlich vor, aber die Stellung der oberen Gelenke hat sich verbessert wodurch sich das Vorderpferd und die Wirbelsäule angehoben hat.

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Auch hier zeige ich durch die eingezeichneten Linien wie die oberen Gelenke zueinander stehen (gelb) und wie die Wirbelsäule von der Kruppe nach vorne verläuft sowie die Linie Ellenbogen zum Knie (rot).

 

Es ist bei Puk deutlich zu erkennen, dass sich die Wirbelsäule anhebt und sie weniger rückständig steht. Das Vorderpferd hat sich schon angehoben. Auf dem unteren Bild steht die Hinterhand auch bei Puk noch nicht im Lot. Als Nächstes ist dieses über die Änderung der Motorik zu verbessern.

Es ist noch ein langer Weg zum tragfähigen Pferd vor uns, aber es ist eine gute Entwicklung in die richtige Richtung zu erkennen.

Auf diesem Bild habe ich (grün) die Unterstützungsfläche eingezeichnet.
Hier ist gut zu erkennen, wie sie sich im Laufe der Ausbildung vergrößert hat.

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Hier könnt ihr einen aktuellen Erfahrungsbericht von Christina über Puk vom 14.09.2021 lesen:
 

"Puk lebt seit 6 Jahren bei mir. Sie wurde vor dem Kauf kurz angeritten und war sehr ängstlich. Bei mir wurde sie freizeitmäßig geritten und vom Boden aus gearbeitet (Schrecktraining, Horsemanship, Stangenarbeit, etc.). Reiterlich wurde „normaler“ Dressurunterricht genommen bzw. es wurde ausgeritten.

 

Im Herbst 2020 starteten wir mit dem Körpertraining. Mein Ziel durch das Training war es ihre Rückenlinie zu verbessern. Im Laufe des Trainings wurden viele Fortschritte gemacht, die sich auch beim Pferd bemerkbar machen. Puk hat viel mehr Lebensfreunde.

 

Ihre Augen bekommen wieder mehr Ausdruck und sie wirkt ausgeglichener. Sie kann ihre Schulter deutlich besser anheben und frei bekommen. In z.B. Angstsituationen hat sie ihren Körper besser unter Kontrolle und rennt nicht mehr kopflos weg. Ihre Rückenlinie hat sich auch deutlich gebessert. Die atrophierten Muskeln kommen langsam wieder zurück.

 

Reiten ist mittlerweile auch wieder möglich ohne den Rücken runter zu drücken. Im Ganzen kann ich dieses Training nur empfehlen für alle, die ihrem Pferd etwas Gutes tun wollen und auf die individuellen Gegebenheiten Rücksicht nehmen wollen."

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Die Ausbildung von Puk geht weiter und ich werde hier nach und nach weiter berichten...